BESUCH BEIM KÖNIG

ein credo. mein credo.

rochusthal

Nr. 254

Es gibt Zitate, die kann man nicht mehr hören, so oft präsentiert sie uns jemand, als hätte er sie gerade erfunden. Besonders beliebt ist die Einleitung: Wie Einstein schon sagte, dann kommt, was wir alle schon wussten, dass zwei Dinge unendlich seien. Pfarrer zitieren in diesem Jahr wahrscheinlich so oft Luther, dass er für die nächsten fünfhundert Jahre verbrannt ist. Und auch des großen Friedrichs Satz, des Königs in Potsdam, dass alle nach ihrer Façon selig werden sollten, ist oft gehört worden. Als Kind dachten wir da eher an den Friseur, der uns fragte: Fasson?

Inzwischen ist auch seine Ermutigung hinreichend bekannt, dass ‚wir ihnen Mosquen bauen, wenn sie kommen‘. Friedrich, der sowohl oberster Bischof von Preußen als auch belesener und aufgeklärter Philosoph war, wollte vielleicht den Streit über den Aberglauben beenden, dass ein Mensch wüsste, wo und wie er die Zeit nach dem Tod verbringt. Dieser Streit…

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FRIEDENSPFLICHT

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Haben wir keine Feinde, weil wir keine Flugzeugträger haben, oder haben wir keine Flugzeugträger, weil wir keine Feinde haben?

 

Friedenspflicht ist ein Wort aus dem Streikrecht und bedeutet dort, dass nicht gestreikt werden darf, während die Tarifverhandlungen laufen. Merkwürdigerweise ist noch niemand darauf gekommen, dass das Wort auch eine weitaus allgemeinere Bedeutung haben sollte und könnte. Wir sind im täglichen Leben zum Frieden verpflichtet, weil wir nicht im Streit leben können. Staaten müssen miteinander auskommen, wenn sie nicht ihren Wohlstand gefährden wollen, ja, Wohlstand hat Frieden als eine Vorbedingung. Wer rüstet, findet kein Ende. Rüstung ist immer unersättlich, weil sie auch stündlich veraltet. Die Spuren der Rüstung wirken lange nach, sind sozusagen nachhaltiger als befürchtet. Zwischen Prenzlau und Stettin gibt es im Wald ein Rüstungsdepot der Wehrmacht, das aussieht, als hätte man es gestern verlassen. Im schönen Wald bei Neustrelitz, der den Geist der Königin Luise von Preußen atmet, die dort ihre schönsten, aber auch ihre letzten Stunden verlebte, spürt man die Hangars der Atomraketen mit dem martialischen Namen SS-20. Die Antwort darauf, den amerikanischen Stützpunkt Ramstein, gibt es heute noch. Übrigens entstand er, als die Wehrmacht Teile der Reichsautobahn als Start- und Landebahn nutzte. Rüstung kommt also immer zurück, wie ein mathematisch gesteuertes Schicksalssystem. Ramstein ist die Reinkarnation der V-Raketen aus Peenemünde. Das V stand, man erinnert sich nur mühsam und widerwillig, für Vergeltung. Vergeltung hat nach einer zu langen Karriere bei den rachsüchtigen Menschen endlich ausgedient.

Die Europäische Union befindet sich offensichtlich in einer Sinnkrise, nicht etwa in einer Wirtschaftskrise. Selbst die Jugendarbeitslosigkeit der südlichen Länder ließe sich nach deutschem Vorbild wenn nicht bekämpfen, so doch wesentlich entzerren und lindern. Nur in Berlin werden OSZs geschlossen. Wir sollten diese Sinnkrise nutzen, um der Union einen Entwicklungsschub zu geben, der ihr gleichzeitig den teilweise verloren Sinn wiedergeben kann.

  1. Alle Länder der Union stellen keine Waffen mehr her und beteiligen sich nicht mehr am Waffenhandel. Natürlich sind die Waffen nicht schuld an Krieg und Mord, aber sie tragen zu einem sozusagen effizienten Mordsystem bei. Deutschland beteiligt sich glücklicherweise seit über siebzig Jahren nicht mehr an Kriegen und Kriegshandlungen. Die Zahl der Tötungsdelikte geht drastisch zurück. Dies ist gleichermaßen der humanen Rechtsprechung gedankt. Deutsche Waffen können beträchtlichen Schaden anrichten und sie tun das auch, aber der Schaden in unserer Exportstatistik ist wahrlich gering. Waffenexporte machen weniger als ein Prozent unserer Exporte aus, was ungefähr fünf Prozent Weltmarktanteil Da wir aber nach den USA und Russland und neben Frankreich und China einen der vorderen Plätze im Welthandel mit Waffen belegen, wäre die Signalwirkung eines deutschen Verzichts beträchtlich. Jeder weiß, dass Deutschland einmal hochgerüstet war und den zweiten Weltkrieg begonnen und immerhin fünfeinhalb Jahre lang geführt hat.
  2. Die Union tritt aus der NATO aus, bleibt ihr aber assoziiert und freundschaftlich verbunden und beteiligt sich an Friedenseinsätzen mit UNO-Mandat finanziell und logistisch. Für Katastropheneinsätze und andere humanitäre Aufgaben wird ein gesamteuropäisches Berufsheer geschaffen. Für einen Übergangszeitraum bleibt das Raketenabwehrsystem der NATO mit Zentrum in Ramstein bestehen.
  3. Waffen werden auch im Inneren mittelfristig geächtet. Das Gewaltmonopol des Staates wird einerseits gestärkt und verstärkt durchgesetzt, andererseits langsam entwaffnet. Die Landespolizeien verfügen ab sofort über keine Waffen mehr. Die Bundespolizei konzentriert sich auf Gewaltbekämpfung und unterhält bewaffnete Sondereinsatzkommandos, deren Verwendung jeweils parlamentarisch kontrolliert wird. Das Ziel ist gewaltfreies Assekuranz- und Verantwortlichkeitsdenken.
  4. Die Medien, Kunst, Kultur, Unterhaltung und Schule verpflichten sich, zunehmend und bemerkbar auf militaristische, rassistische und gewaltverherrlichende Inhalte zu verzichten. Da jedes Verbot wie Gewalt wirkt, müssen wir den freiwilligen Verzicht stärken.
  5. Alle Autoren schwächen den Glauben an Hierarchien und Institutionen, Zeichen, Grade, Kreuze, Siege, Feinde, Verschwörungen, Alternativlosigkeiten und Monokausalitäten, Strafen und Technik. Diese Liste kann von jedem und jeder ergänzt, korrigiert, umgestellt werden. Statt dessen sollten wir uns gegenseitig ermutigen, wieder an das Gute, an den Menschen und all die Lehren und Imperative zu glauben, die im Laufe der Menschheitsgeschichte gedacht und gefühlt wurden. Der Glaube an Gott ist immer auch ein Glaube an Menschen, der Glaube an Menschen ist immer auch ein Glaube an Gott, an das Transzendente, das uns verbindet. Warum sollte nicht, nachdem Kunst und Kommunizieren einen solchen Aufschwung genommen haben, auch das Denken und das Vertrauen, wie das Glauben in den verschiedenen, langsam zusammenwachsenden Gemeinschaften, gestärkt werden können?
  6. Die Union nimmt jedes Jahr Flüchtlinge auf und integriert sie in die gesellschaftlichen Systeme der Mitgliedsländer. Dabei sollte man weitgehend individuell vorgehen, den Menschen als Menschen sehen und nicht als Zahl. Dies sorgt für die ständige Korrektur unserer Sichten auf die Welt, die Menschen und die Union selbst. Empathie ist die wichtigste Menschensicht und Menschenpflicht. Als Nebeneffekt dürfen Flüchtlinge auch von den zuständigen Gremien und Experten als Wirtschaftsfaktor einbezogen werden.

Wir bleiben heute ausnahmsweise einmal konkret.

VIRALE VIRENGEGNER

 

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Jetzt kann ich mir besser vorstellen, wie die Naturapostel barfuß durch die europäischen Städte zwischen den Weltkriegen liefen und von den Erwachsenen belächelt, von den Kindern verspottet wurden. Aber sie wollten vor dem warnen, das wirklich eintraf: der sinnlos wachsende Konsum und die Entfernung von der Natur, aus der wir stammen und ohne die wir nichts sein können, außer nichts. Gestern keifte eine Virengegnerin einen ganzen Wagen eines Regionalexpresses zusammen, weil, wie sie meinte, wir alle Lakaien der Merkel- und Gatesdiktatur seien. Dabei verdanken wir alle Gates die – zugegebenermaßen monopolisierte – Kommunikationstechnik. Als ich dann durch die Chausseestraße lief, hörte ich die Menge blöken, nicht aufgebracht, eher heiter, mit der Heiterkeit der Sieger der Geschichte, das hat hier in dieser Gegend schon einmal eine Partei von sich geglaubt. Vom Erscheinungsbild, viele Regenbogenfahnen und alternativ gekleidete Mittelaltermenschen, war die Menge zunächst nicht eindeutig zuordenbar. Das hätten auch vegane Radfahrer sein können. Aber als die ersten Reichskriegsflaggen auftauchten, die ersten Antimerkelcartoons, die ersten deutsch-amerikanischen Fahnen, die Antiviren- und Antiimpfsprüche, war es klar, wer da marschiert. Trotzdem ist und bleibt es bemerkenswert, dass man sich, wie einst die Nazis, die kommunistische Lieder umdichteten, die Insignien des Gegners aneignet, um dessen gedankenlose Mitläufer zu den eigenen Mitläufern – gestern sogar wörtlich – zu machen. Eine alte Frau, die mir vergeblich einen Antiimpfaufkleber aufkleben wollte, lachte laut und verächtlich auf wie eine Hexe im bösen Märchen. Und dieses Siegerbewusstsein kommt wahrscheinlich allein durch die falschen Zahlen. Da eine halbe Million zunächst angekündigt war, die dann durch die Veranstalter selbst auf 10.000 herabgezoomt wurden, das ist schon ein kühner Sprung ins Nichts, fantasierten eben viele Teilnehmer von 800.000 Menschen und der unmittelbar bevorstehenden Machtübernahme, möglicherweise durch Attila Hildmann als Reichskanzler mit sofortiger Wiedereinführung der Todesstrafe.

In einem ganz leeren italienischen Restaurant konnte ich darüber nachdenken, dass so viele Menschen, etwa 17.000, so viel Geld und Kraft für eine so sinnlose Sache auszugeben bereit waren. Ist es der Überfluss an Freizeit oder der Mangel an Kreativität, der sie in die Sprechchöre einstimmen lässt. Sie beklagen, dass ihnen die Freiheit genommen wurde, die sie doch aber anscheinend nur dazu benutzt haben, bis zum Überdruss Massenmedien zu konsumieren.

Die vielen Neuigkeiten in der Welt führten zu neuen Massenmedien. Die neuen Massenmedien dagegen führten zu immer mehr als Neuigkeit und Sensation aufgebauschten Ereignissen. Jede Inflation, auch die von unsinnigen Nachrichten, führt letztlich zur Insuffizienz des Systems. Obwohl wir alle in der Schule den sparsamen Gebrauch von Massenmedien auf der einen Seite, von der Verlässlichkeit der Demokratie und der Bürokratie auf der anderen Seite gelehrt bekommen, hat der Glaube daran inzwischen tiefe Risse bekommen. Die Streitfrage ist nur noch: wie viele Menschen sitzen in dem Riss?

Ich glaube auch nicht an eine bloße Wiederherstellung einer als vollständig gedachten Demokratie. Denn nichts ist vollständig, wie sollte es da gerade eine so bewegliche und zerbrechliche Sache wie die Demokratie sein? Genauso wenig war und ist es wünschenswert, dass nach der Corona-Krise alles wieder so wird, wie es vorher war. Nein, wünschenswert ist, dass wir die Chance der Krise zu einem Aufbruch nutzen: es ist also möglich, weniger zu fliegen, es gibt die Solidarität zugunsten einer benachteiligten Bevölkerungsgruppe, es gibt nach wie vor ein großes und berechtigtes Vertrauen in staatliches Handeln.

MENSCHENMÄKELEI

 

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Schon der Romantiker Eichendorff widersprach dem menschenmäkelnden Schimpfwort TAUGENICHTS mit seiner zauberhaften Erzählung. Nach den Weltkriegen, die nun wirklich zu nichts taugten, kamen Pejorative aus Amerika: loser und asshole. Wahrscheinlich können wir heute nicht mehr entscheiden, ob der Geist der Mäkelei aus der ideologischen Segregation herrührte, dass etwa Männer wichtiger seien als Frauen, Weiße intelligenter als Schwarze, Christen für den Himmel vorgesehen, Heiden, Sünder, Ketzer und Hexen dagegen für die Hölle, oder ob es vielleicht umgekehrt ist: aus dem Alltagsrassismus der Schimpfwörter und des Dünkels entwickelte sich der institutionelle Rassismus der Kirchen und überhaupt der Religionen und des staatlichen Nationalismus.

Seit es keine Kirchen mehr gibt, die die alleinige moralische Deutungshoheit besitzen und seit der Staat die Zügel mittels der Demokratie lockerte, werden Größen wie Einstein und Freud mit falschen Zitaten in den Kampf der Schuldigsprechung der ANDEREN geschickt. Einstein, Freud und Stephen Hawkins sollen demnach gesagt haben, dass die Welt ohne die anderen, schlechteren, die uns nerven, erträglicher wäre. Es werden auf dem Friedhof der alten Autoritäten neue Meinungsautokraten geboren. Ja, es nerven uns andere. Aber auch wir sind andere, die andere nerven.

Es ist mit den Schimpfwörtern wie mit den Waffen. Sie sind nicht schuld an Tod und Leid, aber ohne sie ließe sich Tod und Leid viel schwerer bewerkstelligen. Der Fehler ihrer Heiligsprechung kann nur dadurch aufgehoben werden, dass wir freiwillig auf beide verzichten.

Das Wesen der Demokratie ist ihre Freiwilligkeit, die einmalige Einstimmigkeit zur Voraussetzung hat. Zu dieser Freiwilligkeit passen aber auch Tränengas und Wasserwerfer nicht. Also muss auch der Staat den nächsten demokratischen Schritt mit dem Verzicht auf körperliche Gewalt gehen. Dann würden zum Beispiel auch keine Inhaftierten mehr in ihren Zellen verbrennen*. Dann würde sich unser Leben nicht nur ohne Schimpfwörter, mit denen wir das Leben anderer Menschen verschlechtern, verbessern. Dann würde insgesamt der Faktor Glück wachsen.  Glück geht nicht allein. Wo die Liebe ist, schreibt Rumi, gibt es kein ICH. Glück geht aber vor allem auch nicht in einer Welt mit Waffen und Schimpfwörtern. Diese sind nur eine böse Angewöhnung. Es gibt Gesellschaften, die ohne jede verbale und materielle Gewalt auskommen. Der Teufelskreis der Gewalt heißt deswegen Teufelskreis, weil man ihn nur ganz allein durchbrechen kann.

 

 

*Oury Jalloh am 7. Januar 2005 in Dessau, Amad Ahmad am 17. September 2018

 

DANKEN IST BESSER ALS BITTEN

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DANKEN IST BESSER ALS BITTEN                               INTERKONFESSIONELLES CREDO

für Michélè und Timofej zur Hochzeit am 24./25. Juli 2020, Kap Arkona, Brüssow

 

 

1         Wo die Liebe ist

gibt es kein ICH                                                      RUMI

2         Was du gegeben hast

kann dir niemand nehmen

3         Je mehr du gibst

desto mehr hast du

denn beides ist unendlich                                  SHAKESPEARE

4         Wenn du deine Feinde liebst                             YESUS

hast du keine mehr

5         Lernen ist besser

als regeln

6         Reden ist besser

las zürnen und schweigen

7         Sei der Hüter

deiner Schwester und deines Bruders             MOSE

8         Getan ist was du tust

nicht was man dir tut

9         Schlichten ist besser als richten

10       Es eifre jeder seiner unbestochenen

von Vorurteilen freien Liebe nach                   LESSING

11       Jegliches hat seine Zeit                                        SALOMO

12       ALL YOU NEED IS LOVE                                        LENNON

DIE LPG-TANKSTELLE

 

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Wer zurück in seine Kindheit zu fahren versucht, findet sie zerstört, weil er nicht mehr Kind und weil sie vergangen ist. In der Gegenwart gibt es andere Kinder, deren zukünftige Vergangenheit jetzt ist. Wir halten ein omnipotentes Telefon in der Hand und können mit der ganzen Welt kommunizieren, trauern aber einer LPG-Tankstelle nach. Man könnte wahrscheinlich ein tausendseitiges Buch darüber schreiben, wenn man könnte und wenn man Ökonom und Historiker wäre, aber man kann es auch kurz sagen: die LPG-Tankstelle war unsinnig und ist, wie alles Unsinnige, zurecht untergegangen. Damit wurde Platz für neuen Sinn und neuen Unsinn. Wer glaubt, dass es irgendwann und irgendwo nur Sinn gegeben hätte, sollte sein eigenes Leben betrachten. Aber Vorsicht: Lebenslauf ist gleich Lebenslüge!

In einer kindlichen Welt mag die LPG-Tankstelle einen gewissen Sinn gehabt haben, zum Beispiel als Arbeitsstelle der geliebten Mutter oder des geliebten Vaters. Aber mit ihnen schwand auch der Inhalt der LPG samt ihrer Tankstelle oder Offenställe. Wir erinnern uns natürlich nicht gerne an die toten, erfrorenen Rinder, die morgens in den Offenställen lagen, einen oder zwei Winter lang. Danach gab es rationierte Butter und Rindfleisch auf Marken. Es ist schon schlimm genug, dass man Tiere nur deshalb hält, weil man sie essen will. Das Schaf, las ich neulich, fürchtet sich sein ganzes Leben vor dem Wolf, aber dann wird es vom Schäfer gefressen. Geradezu pervers ist es aber, wenn man Tiere hält, um sie aufzufressen, sie aber dann vorher sterben lässt, damit sie vom Abdecker beseitigt werden. Schon das Wort ‚beseitigen‘ ist eine Beleidigung jeder Kreatur und der gesamten Natur, wieviel erst die Tatsache der Beseitigung.

Das Glück der Kindheit kam nicht von der LPG-Tankstelle oder vom zweiten Weltkrieg, sondern daher, dass wir glückliche Kinder waren, weil sich jemand um uns kümmerte und unser Fortschritt so schnell hämmerte wie der Puls nach tausend Metern rennen. Dieser Fortschritt ernüchtert sich später, wenn nicht zu Gleich- oder Rückschritt, so doch zu einem gefühlt ewig dauernden Trott. Auch das liegt daran, dass wir an das Geld, aber nicht an die Träume unserer Kindheit glauben. Wir schuften und konsumieren lieber, anstatt zu träumen. Würden wir das Kind in uns füttern, statt unsere Gier und unseren Neid, so wäre unsere Kindheit auch nicht ganz vergangen. Lachen wir lieber mit unseren Kindeskindern, statt mit unseren Ahnen zu weinen. Nichts war in der Vergangenheit besser, auch wenn es noch so oft behauptet wird. Fast alles war früher anders, auch wenn es noch so oft geleugnet wird.

Was wir erleben, ist das demografische Trauerspiel, dass der Egoismus keine Kinder gebiert, aber der Wohlstand Leben ohne Arbeit und fast ohne Ende. Was früher 300 Menschen in einer LPG samt Tankstelle schaffen mussten, macht heute ein Bauer mit drei Helfern im Sommer, aber mit KI-Megamaschinen.

CAMERON CARPENTER IN EBERSWALDE

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Als Scholz* in Prenzlau war, gab es Kaffee und Kuchen. Der Kaffee war alle, der Kuchen gut (siehe dort). Als Carpenter in Eberswalde war, am Dienstag, roch es nach Kaffee, aber es gab keinen. Statt dessen genossen die Menschen die Feld-, Wald- und Wiesenatmosphäre des schönen, mit Kunst aufgepeppten Parks, in dem der LKW mit der elektronischen Orgel parkte. Die Orgel klang etwas übersteuert, was ihr den Beigeschmack eines Rockkonzertes gab. Aber der Meister, er schien die ganze Zeit etwas genervt, spielte reinen Bach, wenn auch verspielt und verziert. Er ist einerseits ein Rockstar, andererseits ein zeitgenössischer Barockmensch. Es gibt Kirchenorganisten, die seinen Stil als effekthaschend und unernst kritisieren. Aber die sind einfach nur musikgeschichtsvergessend. Beethovens mitfühlender Freund Mälzel konstruierte Panoramen und Musikautomaten, für die Großmaestro reinen Lärm komponierte. Die Firma Hupfeld in Leipzig, einst die größte Klavierfabrik der Welt, baute in ihren besten Zeiten Orchestrion-Musikautomaten, automatische Klaviere und Kinororgeln, deren Rasseln, Klappern, Quietschen und Tuten seinerzeit viele Menschen erfreute. Stellen Sie sich vor, wie Charles Marie Widor auf seiner riesigen Cavaillé-Coll-Orgel Bach spielte, nämlich genauso wie seine eigenen Orgelsinfonien: bombastisch. Und stellen Sie sich zuletzt vor, wie der gerade achtzehnjährige Bach selbst, soeben zum Stadtorganisten und Musikdirektor des damals hochbedeutenden Mühlhausen ernannt, mit seiner exaltierten Fugen- und Verzierungskust die selbst ernannten heiligen Stadtväter und Musikbeamten verschreckte.

Carpenter, der schon embryonal genial war, wie seine Mutter berichtet, verziert gerne, steuert den einen oder anderen Ton durch extrem schnelle Läufe an und macht einen Triller schriller als den anderen. Er war vom Beifall genervt, den einige Zuschauer zwischen das Es-Dur-Präludium BWV 552 und die dazugehörige sehr lange und sehr kunstvolle dreiteilige Fuge setzen wollten. Aber er hatte an dem Tag auch schon vor einigen Seniorenresidenzen gespielt. Eberswalde war zudem der letzte Tag einer Deutschland-Tournee nicht nur des guten Willens, sondern der Solidarität mit den durch das Corona-Virus eingesperrten und aller Freude beraubten alten Menschen.

Geschmack ändert sich. Was zählt, ist die Freude, die Mitmenschen bereitet wird. Die Zeit zählt mehr als das Wort von eingeschnappten Kritikern. Vielleicht ist Carpenter – so wie auf ganz anderem Gebiet Robert Wilson – einer der neuen Mittler zwischen dem, was wir unter strenger klassischer Musik verstehen, und dem, was als Rock und Pop gezählt wird, eine Unterscheidung, die ohnehin nicht taugt.

Die angeblich für die Kammer geschriebenen Goldbergvariationen kamen jedenfalls sehr gut und gar nicht übersteuert über die Wiese gelaufen, allerdings in einem atemberaubenden Tempo. Aber vielleicht hat der kleine Goldberg, der sie dem russischen Botschafter in Dresden immer vorspielte, auch so rasend gespielt und  damit seinen Ruf als bester Bachschüler und bester Cembalist seiner Zeit begründet. Und auch sein Freund, der älteste Bachsohn Wilhelm Friedemann, war ein schillernder Effektsetzer und brillanter Virtuose auf der Orgel, durchaus vergleichbar den Großkünstlern des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts von Pagagnini und Liszt bis Lang Lang und Daniel Hope.

Eberswalde, einst eine der ersten blühenden Industriestädte Deutschlands, in der DDR als Garnisonsstadt für 50.000 russische Soldaten heruntergewirtschaftet, ist nun ein kleines nachhaltiges Hochschulstädtchen. Dadurch überwiegt, wenn auch nicht gerade bei solchen Konzerten, im Stadtbild die studentische Jugend. Zusammen mit dem Wasser der Kanäle und dem Wald des Urstromtals geben sie der Stadt eine Leichtigkeit und Frische, wie sie im Osten eher selten ist.

Zu diesem fast jungfräulichen und damit deutlich verkannten Charakter der Stadt passt auch ihr ebenfalls lange verkannter bekanntester Bürger, der Arzt Werner Forßmann, der 1929 im Selbstversuch als erster den Rechtsherzkatheter legte. Er scheint dies aus einer Voraussicht der heutigen äußerst häufigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen gewagt zu haben. Der Dank kam spät in Form des Nobelpreises 1956 und der Umbenennung seiner einstigen Wirkungsstätte auf seinen Namen im Jahre 1990.

 

*wer ist Scholz?

SIND POLITIKER GÖTTER?

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Wenn Gott, falls es ihn gibt, wirklich ein Subjekt wäre, dem ununterbrochen gehuldigt werden muss, dann wäre er nichts als eine billige Karikatur von Herrschern, die ihren Beruf verfehlt haben.

Natürlich geht es hier nicht um Gott, den wir nicht beurteilen können, sondern um die Politiker, mit denen wir wenigstens leben müssen.

Ein berufener Politiker erwartet keine Huldigungen, sondern huldigt seinen Wählern oder seinem Volk.

Höhepunkte von Konrad Adenauers Leben als Politiker waren die Erfindung der Adenauerwurst* und des Kölner Brotes und die Rückholung der letzten zehntausend Kriegsgefangenen aus Russland. Er ging sehr vorsichtig zu werke. Seiner Delegation wurde ein gepanzerter, abhörsicherer Eisenbahnzug vorausgeschickt, in dem sich auch seine ebenfalls gepanzerte Mercedeslimousine befand, mit der er dann durch Moskau düste. Der Schlagabtausch mit Chruschtschow, Bulganin und Molotow, also mit eisenharten Stalinisten, war eisenhart, aber Adenauer hatte, wenn auch keine hochrangigen, so doch gestandene Nazis an seiner Seite. Der Durchbruch kam nach Schwanensee im Bolschoi Theater und literweisem Wodka, den der fast achtzigjährige Kanzler gut überstand. Die Russen bekamen ihre diplomatischen Beziehungen, Adenauer bekam seine Kriegsverbrecher. Bei dem berühmten Empfang der Spätheimkehrer im Lager Friedland war Adenauer durch eine schwere Grippe verhindert, aber bei der improvisierten Pressekonferenz anlässlich der Heimkehr der bundesdeutschen Delegation aus Moskau gibt es eine Szene, wo eine schon recht alte Frau sich nach vorne drängt, tatsächlich auch zu Adenauer durchdringt und ihm unter Tränen zweimal die Hände küsst. Man sieht deutlich die Verunsicherung des greisen Politikers. Schon das erste Mal wehrt er, noch freundlich lächelnd, ab, aber beim zweiten Mal wird er deutlich und schiebt die Frau mit der geküssten und tränengetränkten Hand unwirsch beiseite. Adenauer wusste, dass er nicht in einer menschlichen Hierarchie oben steht, sondern dass er – als hochkarätiger Pragmatiker [PATENTIERTE ADENAUERWURST!] –   auf einer Leiter der Fakten die jeweils günstigste Sprosse erreicht hatte. Das Brot und die Wurst verdanken die Kölner, deren berühmtester Bürgermeister er später war, seiner Herkunft aus einer alteingesessenen Handwerkerfamilie, die Kriegsheimkehrer verdanken ihre Rückkehr der Gier der Sowjetführung nach Anerkennung, Adenauers pragmatischer Meisterschaft, der Reife der Zeit, der Unfähigkeit der Ulbricht-Administration, die gerade aus ihrer größten Krise aufgetaucht und auf die nächste zu taumelte.

Im Dom zu Roskilde, wo alle dänischen Könige seit 1000[!] Jahren begraben sind, darunter Harald, genannt Bluetooth, kann man an einem Balken ablesen, wie groß König Christian X. war, der Großvater der heutigen dänischen Königin Margarethe II., nämlich zwei Meter, von den dort an einem Balken verewigten überragte ihn nur Peter der Große[!] mit zwei Metern und drei Zentimetern. Wir brauchen seine Größe, weil wir in zwei Anekdoten zeigen wollen, dass auch er zu den unhierarchischen Herrschern gehörte. Als die Nazis Dänemark besetzt hatten, hissten sie auf dem Reichstag (Schloss Christiansburg) die rote Flagge mit dem Hakenkreuz. Christian X. bestellte den Nazigeneral ein und befahl ihm, die Flagge zu entfernen, was dieser natürlich verweigerte. Darauf sagte Christian X., dass in diesem Falle ein dänischer Soldat die Flagge entfernen wird. Der General erwiderte, dass der Soldat erschossen würde. Darauf sagte Christian X., der es auch gewagt hatte, Hitler so zu beleidigen, dass dieser den dänischen Botschafter ausweisen ließ, dass er das nicht glaube, denn er werde dieser dänische Soldat sein. Christian X. ritt jeden Morgen, begleitet von jubelnden Dänen durch Kopenhagen und zeigte damit seinen ungebrochenen Territorialanspruch an. Aus Dänemark wurde kein einziger Jude deportiert oder ermordet, weil sie auf sein Geheiß bei Nacht und Nebel in Fischerbooten über den Öresund nach Schweden verbracht wurden. Auch ihre vorherige Kennzeichnung mit dem Davidsstern scheiterte daran, dass Christian X. der Gestapo mitteilen ließ, dass er als erster diesen Stern tragen wird und dass er vermute, dass es alle Dänen ihm nachtun werden.

Sich in Fakten einreihen ist also die Fähigkeit eines Herrschers oder Politikers und damit Gutes tun. Wer so Handlungsstränge zum Guten wenden kann, braucht keine Hierarchie und Huldigung. Erzählen Sie das ihren Kindern unter dem riesigen Reiterdenkmal Christians X. in Kopenhagen, wie ich es tat, oder neben dem Adenauer, der auf dem Kurfürstendamm in Berlin noch immer steht.

 

*fleischlose Wurst auf Sojabasis, Vorläufer der heutigen vegetarischen Substitute, damals aber gegen den Hunger erfunden

WO LEBEN SIE DENN?

3

Diese Frage meint ja nicht den Ort oder das Land unserer Herkunft, die bei Inländern meist eindeutig erkennbar sind, sondern will die Übereinstimmung unserer Wahrnehmung mit der Wirklichkeit diskreditieren. Insofern ist dieses Scheinargument seelenverwandt mit der vermeintlich erkenntnisbringenden Zeugenschaft. Wer dabei gewesen ist, glaubt, Bescheid zu wissen und bringt das gern als Beweis ein. Auch Verwandte und Bekannte reichen dem Scheinargumentvorbringer als Zeugen und Beweislast aus. Warum, fragt schon Nathan den Saladin, soll ich meinen Vätern weniger glauben als du den deinen? Aber so ist es nicht. Auf der einen Seite kann keiner, der dabei gewesen ist gleichzeitig die Wahrheit gepachtet haben, andererseits vertrauen wir zurecht auch wildfremden, wenn wir sie als Mitmenschen erkannt haben.

‚Wo leben Sie denn‘, fragt also jener, der glaubt, es besser zu wissen. Dass Deutschland besonders seit der ….krise* nicht mehr lebenswert sei, rief ein lebhafter Rentner bei reichlich Kaffee und Kuchen in die Runde seiner Altersgenossen. Als er zurückgefragt wurde, was der denn so schrecklich an seiner Heimat finde, widersprach als erster der Gastgeber und rief aufgebracht, dass solche Fragen zwar erlaubt wären, aber doch zu sehr polarisieren könnten. Aber der lebhafte Greis ließ sich nicht   hindern, auf die polarisierende Frage zu antworten. Erstens, sagte er, gäbe es in Deutschland keine vollständige Demokratie, denn nur die Hälfte der Abgeordneten sei vorher namentlich bekannt. Zweitens gäbe es, trotz aller Versprechungen der Politiker, keine gleichen Lebensbedingungen in den verschiedenen Landesteilen. Und drittens täusche die Regierung über die Untauglichkeit der Elektroautos hinweg, deren schiere Menge dazu führen werde, dass er mit seinem Diesel, einst über dreißig Minuten an der Tankstelle würde warten müssen.

Man kann den Inhalt der Fragen leicht abtun, gehen sie doch nicht nach Deutschland aus, sondern nach seinem Wahlsystem, das vielleicht schwer zu verstehen, aber auch wieder nicht leicht abzulehnen ist, nach demografischen  Entwicklungen, vor denen die Politik gern die Augen verschlossen hat, die aber nichts mit böswilliger Absicht und nichts mit Ost und West, noch nicht einmal mit Deutschland  zu tun haben, und schließlich nach der Fragwürdigkeit der politischen Einflussnahme auf die Wirtschaft.

Vielmehr ist die Hochrechnung des bösen Ausgangs, wie sie in allen letzten Krisen von einer zunächst erstarkenden neuen Rechten als neue oder vielleicht uralte Argumentationsmethode favorisiert wird, interessant. Man muss seinen Blick zunächst so weit wie möglich subjektivieren, was auch schlichten Gemütern meist recht gut gelingt. Die meisten Menschen interessieren sich nicht für die meisten Menschen. Sodann fällt es uns nicht schwer, den bösen Ausgang eines Trends vorauszusagen, denn Ängste hat jeder. Ängste widersprechen auch gerne unseren Erfahrungen von Urvertrauen, Zuwendung und Hilfsbereitschaft. In unseren Gegenden haben die fast alle Menschen eine Mutter, und wer sie nicht hatte, ist doch aufgefangen worden. Leider kann man zwar doch tiefer fallen als in Gottes Hand, wie ein ganz dummer Buchtitel einer populistischen Autorin falsch verspricht, aber es sind hier und heute ganz wenige, die tiefer fallen. Will sagen: die Theodizee ist nicht nur nicht gelöst, sondern nicht lösbar, außer man sieht jegliche Evolution als identisch mit Gotten Willen. Merkwürdig ist aber auch die neuartige Umkehr der Theodizee: man kritisiert jetzt gerne, dass schlechten Menschen gutes widerfahre.

Jeder kann argumentieren, wie es ihm gefällt und Erfolg zu bringen verspricht, jedoch sollte er sich nicht wundern, wenn ein anderer mit dem gleichen Recht gegenteilig argumentiert. Da hilft es nicht zu fragen: WO LEBEN SIE DENN?

 

*hier können Sie ihre allerschockierendste Lieblingskrise einfügen

DER TOTEN STADT BESTES

 

2

Er wolle, sagt der Bürgermeister, der Stadt Bestes tun. Aber was ist für eine Stadt gut oder sogar noch besser oder sogar das Beste? Wir wissen es genauso wenig wie der Bürgermeister. Aber wir waren in der Stadt und halfen Hilfebedürftigen. Dabei parkten wir falsch. Wieso falsch? Der Parkplatz war genauso leer wie die Stadt, kurz vor tot. Die Coronakrise hat nur das verstärkt, was ohnehin schon da war: so gut wie nichts. Also wir stellten unser Auto auf einen absolut leeren Parkplatz. Da war nichts, vielleicht noch ein oder zwei andere Autos. Menschenleere. Stille. Halt, nein, da war eine grinsende Frau. Wie grinste sie denn? Triumphierend. Sie grinste triumphierend und hatte einen Notizblock in der Hand.  In dem Wort Ordnungsamt finden sich zwei absolute Stillstandsanzeiger; Ordnung und Amt. Wenn du eine Sardinenbüchse öffnest, siehst du Ordnung. Wer sortierte die Sardinen? Das Amt für Sardinenordnung nach der ersten Ausführungsanordnung des Gesetzes zur Sardinenlegung in enger Zusammenarbeit mit dem Zentralamt für Sardinenfang und -tötung. Aber wahrscheinlich töten sie sich selbst. Der Bürgermeister hat vielleicht keinen Sinn für Freiheit, aber du hast keinen für Satire. Möglicherweise sind diese blauen Karten in Bochum erfunden worden, weil die Menschen in ihrer Not auf den Supermarktparkplätzen Rettung suchten. Möglich, aber was beweist das? Das zeigt, von beweisen möchte ich nicht sprechen, dass in toten Städten solche Ordnungen mehr als überflüssig sind. Du meinst, die toten Orte sollten froh sein, wenn jemand kommt? Ich will nicht gerade von Blumensträußen reden, aber ein bisschen Freundlichkeit und Freiheit wäre angezeigt.

Man könnte doch die Ordnungsamtsbeamten dafür einsetzen, die Müllcontainer in den Neubaugebieten zu bewachen. Oder die Nazischmierereien von den Eisenbahnbrücken zu entfernen. Ich ahne, was der Bürgermeister antworten wird, wenn wir ihm das vorschlagen. Wenn! Er wird sagen: das ist keine Eisenbahnbrücke, es ist die Brücke der Kreisstraße über die Eisenbahnlinie, also sind wir doppelt nicht zuständig. Außerdem können wir nichts dafür, dass Nazis – woher wollen Sie überhaupt wissen, dass es Nazis sind? – unsere schönen weißen Wände beschmieren. Wer weiß, wo die herkamen, die sie als Nazis beschimpfen.

Der Unterschied, wird der Bürgermeister sagen, zwischen den Verbrechern, die unsere schönen weißen Wände beschmieren und den Verbrechern, die ihre Parkkarte nicht ins Fenster legen, ist der, dass wir die einen haben und die anderen nicht. Außerdem bringt es Geld. Bei dem wenigen Verkehr in der fast toten Stadt kann es doch nicht mehr Geld sein, als die beiden grinsenden Ordnungsamtsaußendienst-mitarbeiterinnen kosten, einschließlich des Arbeitgeberanteils der Sozialversicherungsbeiträge? Immerhin, wird der Bürgermeister sagen, immerhin.

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